1st Graffiti, aber legal

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Podcasts im Handarbeitsuniversum

Wo ich nun schonmal begonnen habe, LYSs (oder Läden, die laut Branchenbuch in die Ecke Handarbeit rutschen) vorzustellen, mache ich gleich mit den Podcasts weiter, die ich zur Zeit in jeder freien Minute höre.

Den nächsten Podcast, den ich gerne gehört habe, aber nun schon eine ganze Weile nicht mehr, weil ich andere ausprobiere, ist:

It’s a Purl, Man von Guido 2skeins Stein aus Boston. Ich hatte ihn parallel zu Handgemacht gehört, dann aber Susanne den Vorzug gegeben. Guido ist klasse. Er erzählt, wie er zum Stricken kam, über seine Freudin und seine Projekte. Es gibt mittlerweile 78 Folgen. Ich habe ca. 15 gehört, angefangen mit der ersten natürlich. Anfangs nervte es mich etwas, dass er andauernd seine URL buchstabiert hat. Das hat er dann irgendwann nicht mehr gemacht und dann begonnen Designer und Stricker etc zu interviewen. Zum Beispiel Wren Ross, deren CD ich mir unbedingt bestellen muss.

FAZIT: Was mir besonders gefällt, ist, dass hier ein strickender Mann podcastet. Die männliche Sicht der Dinge interessiert mich bei fast allen Sachen des täglichen Lebens und ich bohre bei meinem Mann immer, wie er zu dies oder jenen so steht. Männer sind nämlich cool. Komische Wesen, aber, wenn man sie mal kennenlernt und ausreden lässt, ohne sie zu unterbrechen, dann tun sich frau da Welten auf. Wahnsinn! Was ich früher nie verstanden habe, weil es mir nie einleuchtend erklärt werden konnte, hat mein Mann hinbekommen. Ich sitz gern in seiner Garage, wenn er am Moped schraubt, habe noch nie so viel von Physik verstanden, wie jetzt, dank ihm. Und auch wenn das jetzt viele Frauen nicht hören mögen: das Autofahren liegt mir jetzt viel besser, dank seiner Tipps. Denn Frauen können einfach nicht Autofahren. Aber das ist eine ganz andere Geschichte ;-D

Herbstkranz

Heute habe ich ordentlich Dekozeugs geshoppt und endlich unseren Herbstkranz fertig. Am Wochenende war ich Blätter sammeln, die Tannenzäpfchen waren schon eine Weile da. Den Rest habe ich zusammengekauft. Alles in allem aber echt preiswert und hat Spaß gemacht. Für den Weihnachtskranz habe ich das Zubehör auch schon da…

Zusätzlich zum Weidenkranz habe ich Kunstblumen gekauft. Leider standen da keine Bezeichnungen dabei. Wer das also erkennt, bitte schreibt mal nen Kommentar. Um den Kranz habe ich diese farnähnlichen, ich glaube, Amaranthen in zwei Farben gewickelt und festgesteckt. Dann kam die LED-Lichterkette, die noch zwei Batterien braucht. Dann die Blätter vom Spazierengehen, eine herbstliche Dekoschnur, Tannenzapfen, ein Holzdrache und alles auf einen Teller. Den wollte ich eigentlich in Lila, gabs aber nicht. In silber wird er aber gut zum Weihnachtsthema passen. Jetzt fehlt mir noch eine Dekokerze. Also da, wo noch was frei ist in der Mitte, da kommt die mal hin…

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Podcasts im Handarbeitsuniversum

Wo ich nun schonmal begonnen habe, LYSs (oder Läden, die laut Branchenbuch in die Ecke Handarbeit rutschen) vorzustellen, mache ich gleich mit den Podcasts weiter, die ich zur Zeit in jeder freien Minute höre.

Den zweiten Podcast, in den ich mich verliebt habe und dank dem ich immer gespannt auf neue Folgen warte, ist:

Handgemacht von Susanne aka creativemother. Ich weiß nicht mehr, wie ich auf den gekommen bin, aber ich glaube, ich habe ihn über einen Blog entdeckt. Erst war ich skeptisch, denn er ist ja made in Germany und ich war ja Brenda gewöhnt.

Diese Skepsis hat sich schon gelegt, als Susanne angefangen hat zu sprechen. was für eine Stimme! Wahnsinn. Ich habe alle bisherigen 25 Folgen gehört. Mein Sohn musste bei Wind und Wetter im Kinderwagen durchs Dorf rattern, damit ich schiebenderweise den Podcast hören konnte.

Am allerliebsten würd ich sie gern mal drücken. Es ist soooo toll von ihren Strick- und Spinnprojekten zu hören; und neuerdings von ihren Websachen. In wirklich jedem Podcast frage ich mich, wo diese Frau nur die ganzen Garne und alles Drumherum nur aufbewahrt. Ich habe schon von einem Wollschrank gehört. Da bin ich neidisch. Ich habe sowas nicht. Mein Stash befindet sich in drei 20-Liter-Boxen im Keller. Dann habe ich einen aktuelle-Garn/Projekte-Korb neben dem Sofa und den Ravelry-Project-Bag in der Tasche. Sobald unser Dachgeschoss fertig ist und unser Esszimmer endlich seinen eigentlichen Zweck bekommt, dann zieht auch mein Klöppelständer hier drinnen ein. Trotzdem wird es hier dann nicht so überbordend wollig sein, wie es sich bei Susanne anhört. Ich find das toll. Keine Frage. Hätt ich auch gern. Aber da ist ja noch der Krümel, der mir dann alles durcheinanderwurschtelt. Und der Mann. Der mag es eher minimalistisch an Möbeln und Dingen auf oder in den Möbeln. Wo ich dann meinen Handarbeitskram verstaue ist egal, hauptsache er kauft sich eine Garage nach der anderen, um seine Motorradsammlung unterzukriegen. Ist das gerecht? Hm… ach ja, ich war ja am Podcast-Rezensieren, nicht wahr!?

FAZIT, denn ich weiß garnicht, wo ich mit dem Schwärmen anfangen soll (geschweige denn dann wieder aufhören): SUUUUUUUPER, Unbedingt hören!

Mützen ge-yarn-bombed

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Beim Spazierengehen gestern bin ich an diesem Zaun vorbeigekommen. Dort wird schon seit einigen Wintern schön mit Mützchen dekoriert. Ich denke, dieses Jahr werd ich den Besitzern (die ich nicht kenne) einfach eine kleine Mütze in die Post packen und immer mal schauen, ob die es auf den Zaun schafft. Mein erstes (legales) Graffiti ;-D

WIP Stricknadeltasche – Knitting Needle Case

Heute habe ich mich endlich hingesetzt und angefangen eine Stricknadeltasche/ -rolle zu nähen. Sie braucht noch ein Jäckchen, daher WIP (= work in progress). Aber ich habe schonmal getestet, ob ich meine Nadeln alle hineinbekomme. Natürlich sieht sie nicht perfekt aus. Aber ich kann auch noch nicht sonderlich gut nähen.

Material:
– Bastelfilz
– Stoff (ich habe einen knallbunten Tischläufer genommen, den ich für 1€ mal irgendwo mitgenommen habe, eben für diesen Zweck)
– Nähmaschine etc.

Und hier die ersten Fotos. Ich update dann per Bildpost die gaaaaaaanz fertige Tasche.

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Landlust Engel

Heute habe ich zwischendurch schonmal begonnen, für die Weihnachtsdeko vorzusorgen und habe Engel gebastelt. Die sind ganz einfach und die Anleitung/Idee habe ich von Landlust.

Ich habe buntes und weißes Transparentpapier benutzt. Außerdem Filzbommeln an kleinen Bändern, die noch im Handarbeitskorb rumlagen und natürlich Holz- und Glasperlen. Zum Falzen der Fächer habe ich einen Brieföffner benutzt.

Aus einem A4 Bogen bekommt man 4 Engel heraus. Ich habe einmal weiß und einmal rot als Papier, da ich in diesen Farben dekorieren will. Also 8 Engel auf einen Schlag!

Da ich noch keinen Platz zum Aufhängen habe, sind sie jetzt erstmal in kindersicherer Höhe an der noch unsanierten Treppe angebracht.

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Gobelinmanufaktur wird geschlossen

Als ich heute morgen aufstand und das Krümelmonster zur Kita brachte, ahnte ich nix Böses. Zurück zuhaus und am Frühstückstisch die Zeitung lesend, hat es mich fast erschlagen: Das Land Sachsen-Anhalt hat beschlossen, die Staatliche Textil- und Gobelinmanufaktur zu schliessen. Ein Traditionsunternehmen* mit, wie ich finde, sehr gutem Geschäftskonzept, welches erst vor einigen Jahren vom aktuellen Geschäftsführer umgesetzt wurde. Ausserdem arbeitet die Manufaktur an mehr als nur Gobelinrestaurationen. Es wird Garn selber gefärbt, Kundenaufträge verwirklicht, genäht, gewebt und und und.

Genau wie dem Kanzler der Burg Giebichenstein befremdet mich der Veröffentlichungstermin der Schliessung. Denn der Chef ist im Urlaub. Wie praktisch, dass der sich dann nicht zur Schliessung äußern kann. Alles so geplant, bin ich ganz sicher.

Heutzutage ist ja die Wertschöpfung in der Kultur- und Kreativwirtschaft ein umkämpftes Thema. Die Akteure wollen natürlich davon leben können, aber von seiten der Politik und Wirtschaft wird da fleißig gegengearbeitet. Initiativen wie die des Bundes sind meiner Meinung nach nur ein Tropfen auf den heißen Stein und verändert an der Wertschätzung von Handwerk, Handarbeit und Kunst nicht viel und wenn, dann nur langsam.

Ich hatte dieses Jahr ein Praktikum in der Manufaktur gemacht, weil ich gerne Weben lernen möchte und konnte so die Mitarbeiter dort kennenlernen. Allesamt hochqualifizierte und topp ausgebildete Menschen und das alles in Handwerken, die uralt und fast vergessen sind. Ganz beeindruckt war ich von dem Lehrling, der gerade ins zweite Lehrjahr kam und sich schon so viel Praxis und Wissen angeeignet hatte (inklusive Auslandspraktikum in Belgien), um den defekten Jaquardwebstuhl zu reparieren und wieder in Gang zu setzen. Mal ehrlich, welcher Chef wünscht sich nicht solche engagierten und motivierten Mitarbeiter!? Auch andere Mitarbeiter leisten aussergewöhnliche Arbeit, machen Überstunden und werkeln noch zu Hause weiter an Projekten wie für den Tag der offenen Tür** während der Jahresausstellung der Burg.

Wenn man dem Zeitungsbericht Glauben schenken darf, werden die Mitarbeiter von der Burg übernommen. Ich hoffe es, denn deren KnowHow würde sonst verloren gehen, nicht zuletzt auch zum Schaden der Studenten.

 

* was nicht erwähnt wird, ist, dass die Manufaktur schon zu DDR Zeiten und davor bestand…
** älterer Artikel, aber lesenswert.

Na toll!

Kurzmitteilung

Anstatt einzuschlafen, liege ich in meinem Bett und grüble über alles Mögliche nach und einen Anfall von Starteritis hab ich auch. Tausend Strickvorlagen und -projekte schwirren mir durch den Kopf und am liebsten würd ich aufstehen und loslegen. aber ich muss ja früh raus, bin todmüde und viel zu kaputt zum Stricken. Manno!